Lässt sich ein Geigerzähler selbst herstellen?

Aufgrund der Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima ist es kaum verwunderlich, dass auch immer mehr Menschen in Deutschland Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Dass ein atomarer Unfall auch in unserem Umfeld auftreten kann, ist schließlich nicht auszuschließen. Daher sind Sicherheitsvorkehrungen auf keinen Fall verkehrt. Neben einem guten Vorrat an Lebensmittel kann auch die Anschaffung eines Geigerzählers von Vorteil sein. Dieser gibt bei Anwendung Auskunft über den jeweiligen Verstrahlungsgrad von Umgebung, Nahrungsmitteln und auch Personen. Diese Geräte sind im Handel jedoch recht teuer – kein Wunder also, dass sich Interessierte fragen, ob ein solches Modell nicht auch selbst hergestellt werden kann.

Geigerzähler selbst bauen – klappt das überhaupt?

Die Anzahl von Strahlenmesser ist im Handel oftmals recht beschränkt – selbstverständlich kann auch das Internet befragt werden, lassen sich Geigerzähler auch recht praktisch online erwerben. Die Tatsache, dass solche Gerätschaften nicht günstig sind und schon mal mehrere Hundert Euro kosten können, lässt die Vermutungen aufkeimen, ob so ein Geigerzähler nicht auch selbst gebaut werden kann?

So ein Zähler ist jedoch nicht nur für einen Super-GAU sinnvoll. Personen, die in der Nähe eines Atomkraftwerkes oder gar eines Atommüllentlagers wohnen, können ein Strahlenmessgerät dann und wann nutzen. Dabei gilt es verschiedene Bereiche zu kontrollieren, um das Risiko von atomarer Verstrahlung frühzeitig zu erkennen. Angrenzend werden in erster Linie die Gamma- als auch Betastrahlen ermittelt, die für die Gesundheit eine beträchtliche Gefahr darstellen.

Der Besitz eines Geigerzählers ist somit sinnvoll – wer einen Zähler herstellen möchte, sollte allerdings ein wenig physikalisches Wissen und Geschick mitbringen.

Strahlenmessgerät – do it yourself

Geigerzähler lassen sich in der Tat auch selbst herstellen, jedoch benötigt man dafür einige Dinge. Wichtig ist vor allem das Zählrohr, welches die Beta- und Gammastrahlen misst. Experten reden beim Herzstück des Strahlenmessers von einem GM-Zählrohr. Dieses kann jedoch nicht immer einfach erworben werden. Hier ist das Internet zu befragen – ist es auch hier schwierig, kann das Zählrohr auch aus einem defekten Geigerzähler Verwendung finden. Zusätzlich wird eine Schaltung benötigt – diese kann allerdings nur dann mit dem Zählrohr verbunden werden, wenn gewisse physikalische Grundkenntnisse vorliegen. Ein umsichtiger Umgang, Know-how über elektronische Spannungen und dergleichen sind somit maßgeblich.

Weitere gewichtige Bauteile sind

  • Schmitt-Trigger
  • Transistor
  • Netztransformator
  • Diode

Um die notwendige Schaltung für den Geigersteller aufzubauen, wird der Schmitt-Trigger 40106 eingesetzt. Hier ist eine Rechteckspannung von round about 470 Hertz interessant. Weiterhin wird ein Transistor nebst einem Netztransformator benötigt. Der Transistor soll die Rechteckspannung in Impulse umkehren. So entsteht die für das Zählrohr maßgebliche Spannung – die Hochspannungskaskade. Damit die jeweiligen Ergebnisse für den Anwender nutzbar sind, erfolgt schließlich die Einstellung des Zählrohrs. Die Betriebsspannung sollte sich hier bei 4,5 bis 7,5 Volt belaufen. Schlussendlich wird eine Spannung zwischen 300 und 600 Volt im Hochspannungskaskadenausgang erreicht. Der Eingangswiderstand beträgt ungefähr 1 GOhm – schlussendlich wird noch eine Diode angebracht, die als Impulsbreitenverlängerung agiert und einen Signalverstärker darstellt. Während der Betriebsspannung kann nun das Zählrohr eingestellt werden – der Einsatz von einem Sperrwandler ist nicht notwendig. Weitere Bauteile können zwar eingesetzt werden, erbringen aber kaum eine bessere Messung.

Dieser einfache Plan ist für einen schlichten Geigenzähler gedacht. Das Gerät kann Messungen vornehmen, ist jedoch weniger für Strahlenerkennung im Rahmen von Blech, dicken Mauern sowie Stahl gedacht.

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